Schon vor mehr als 10 Jahren hat die Enthüllung schwerster Tierquälerei aus Südamerika für Empörung gesorgt. Nun hat die
Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzbund Zürich einen neuen Film veröffentlicht, in dem deutlich wird, dass sich nichts geändert hat.
»PMSG ist ein Gonadotropin und wird in der Tierzucht zur Steuerung der
Fortpflanzung (Brunstsynchronisation) vor allem in der Schweinezucht eingesetzt. In
Deutschland ist es (außer in der ökologischen Tierzucht) als Hormonpräparat – ohne medizinischen Behandlungsgrund – für Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen zugelassen« (Wikipedia)
Zu dem Bericht, den das ZDF 2023 ausgestrahlt hat, heißt es:
Die Bilder der Tierschutzorganisation "Animal Welfare Foundation" dokumentieren die Qual der Stuten. In ihrem Blut das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum
Gonadotropin), das in der Ferkelerzeugung eingesetzt wird. Gewonnen in Südamerika und Island, wird es in Deutschland verarbeitet und in Form von Hormonpräparaten angeboten.
Prof. Stephanie Krämer, Tierschutzexpertin an der Universität Gießen, hat die erschreckenden Bilder aus Argentinien und Uruguay gesichtet. Sie befürchtet, dass die schlechte Verfassung der Stuten
so gewollt ist: "Es geht ja im Grunde genommen darum, möglichst effizient zu arbeiten. Und wir haben Erfahrungsberichte darüber, dass, je ausgemergelter die Stuten sind, also je schlechter
eigentlich ihr Zustand, auch ihr Ernährungszustand ist, desto höher ist der PMSG-Spiegel."
Alternativen für die Schweinezucht.
Dabei ist das Hormon gar nicht unbedingt nötig, um wirtschaftlich Schweinefleisch zu erzeugen. Im Biobereich ist der Einsatz generell verboten. Doch auch wer konventionell Schweine hält, könnte
anders arbeiten. Prof. Axel Wehrend forscht an der Uni Gießen zur Fortpflanzung von Nutztieren. "Wir haben gewerbliche Betriebe gesucht, die auf PMSG verzichten. Und da ist eben rausgekommen,
dass viele Betriebe ohne PMSG genauso gut auskommen wie mit PMSG."
https://www.zdf.de/video/dokus/planet-e-106/planet-e-stutenfarmen--pferdeleid-fuer-unser-schnitzel-100