Aktuelles zum Protest gegen Tierversuche findet ihr hier: https://www.menschfairtier.de/tierversuche/
Wie die meisten unter uns schon erfahren haben, beinhaltet der Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/ Die Grünen und der CDU, Veränderungen für das Amt der Landestierschutzbeauftragten Julia Stubenbord. Die Art und Weise der Formulierung des Koalitionsvertrags lässt uns befürchten, dass die Landestierschutzbeauftragte für Baden-Württemberg ähnlich in ihren Befugnissen eingeschränkt werden soll, wie es im Bund und nun auch in Berlin geschehen ist.
Unser Vorstandsmitglied Susanne hat diesen offenen Brief formuliert, der heute an den Ministerpräsidenten und andere versendet worden ist.
Wir wissen nicht 100 %ig, ob der Buckelwal unser Buckelwal ist, der am Ende vor der Insel Poel auf einer Sandbank festgesessen war, nach seiner Freilassung keine 14 Tage später an der dänischen Insel Anholt verstorben an den Strand gespült wurde. Eine gesonderte DNA-Untersuchung steht noch aus.
Alle sogenannten Experten fühlen sich bestätigt. Recht haben sie dennoch nicht.
Es war richtig, den Wal „Timmy/Hope“ in seine heimischen Gewässer zu bringen. Die Alternative wäre gewesen, ihm weitere Wochen zuzuschauen, wie er langsam von Möwen zerfressen wird, wie er unter Sonnenbrand leidet, um es genau zu sagen, unter großen Schmerzen dort verstirbt. Und genau das wäre geschehen. Es wäre das gewesen, was die Experten und Herr Backhaus, inklusive Greenpeace und Sea Shepherd, in „Würde sterben lassen“ nennen.
Allein um das Wie und warum es so lange gedauert hat, darf man streiten. Es gab sehr gute Konzepte und Vorschläge zur Rettung des Wals, die alle vom Ministerium des Herrn Backhaus ablehnt worden sind. Dieses Ministerium und deren Veterinärämter, die alle kein Problem damit haben, andere Säugetiere auf lange Transporte unter den schlimmsten Umständen zuzulassen, verlangten eine Zusicherung nach der anderen. Verlangten ohne Ende Stellungnahmen. Alles deutete darauf hin, dass die Rettung eines Wildtiers massiv behindert, wenn nicht verhindert werden sollte.
Alles Gerede von „Natur“ ist einfach nicht korrekt!
Egal, warum auch immer dieses Tier und so viele andere Wale und Delfine, sowie Vögel, Schildkröten, Robben und Fische gestorben sind, es ist die Schuld des Menschen. Die Gründe können vielfältiger Natur sein. Ganz vorn steht der Fischfang. Allein vor der Küste Frankreichs sterben 1000 Delfine jedes Jahr als Beifang in Fischernetzen. Allein in der Ostsee sterben jährlich 900 Schweinswale, bedingt durch Stellnetze, die zum Fischfang ausgelegt werden.
Bis dato sind 9 Großwale an der dänischen Küste angelandet. 8 Pottwale und 1 Buckelwal. Das ist alles keine Kleinigkeit.
An der Westküste der USA, Washington State, sind bis jetzt 21 Grauwale verhungert angespült worden.
Eine isolierte Gruppe Pottwale vor Dominica gilt als akut bedroht.
Die Southern Resident Orca, eine ortsansässige Gruppe Orcas, die an der US-amerikanischen Westküste und der kanadischen Westküste sind vom Aussterben bedroht, weil deren Nahrung durch Dämme der Lachsführenden Flüsse behindert werden.
Buckelwal „Timmy/Hope“ ist also kein isoliertes Problem, sondern eines, dass wir Menschen verursachen. Und an uns liegt es, daran etwas zu ändern.
Anfangen kann ein jeder bei sich selbst. Wird kein Fisch mehr gegessen, wird nicht mehr gefischt.
Die Gründe für das Sterben der Wale sind
· Schiffskollisionen
· Geisternetze
· Lärm, durch Off-Shore Windkrafträder, durch Schiffe, durch U-Boote, seismologische Untersuchungen, Ölförderung
· Klimawandel
· Krillfischerei in den Futtergründen der Großwale
· Beifang
Durch „Timmy/Hope“ wurde dies endlich einmal ein Thema und es wurde besprochen. Durch „Timmy/Hope“ wurde auch deutlich, was wir in Deutschland für ein Problem mit dem Tierschutz haben. Wie widersinnig und widersprüchlich Gesetzgebung und behördliche Vorschriften sind.
Wir wissen nicht, warum und woran der Wal letztendlich verstarb, wenn es denn „unser“ Wal war. War es ein abgeschlucktes Netz? Lag die Schuld bei denen, die für seinen wochenlangen Verbleib auf den Sandbänken der Ostsee verantwortlich waren? Ist das rohe und brutale Abladen des Wals am Skagerrak schuld? Oder eine Schiffskollision nach der Freilassung?
Wir verstehen, dass die Menschen ein Happy End brauchen. Es gibt so vieles in unserer Welt, das kompliziert und durch uns nicht beeinflussbar ist. Was unser alltägliches Leben aber stark in Mitleidenschaft zieht. Wie diese völlig unsinnigen Kriege durch Russland und die USA, die uns alle in eine Inflation stürzen. Wir verstehen den Wunsch nach einem bisschen heile Welt durchaus.
Aber sollte die DNA - Probe ergeben, dass es tatsächlich „Timmy/Hope“ ist, der verstorben angespült wurde, so könnte es dennoch durchaus ein Happy End geben. Für die Wale. Die Meere und alle maritimen Lebewesen. Wenn der Mensch und damit wir alle begreifen, was wir dafür tun können, dass keine weiteren Wale durch Stell -und Geisternetze stranden und versterben. Wenn das das Ergebnis wäre, dann ist „Timmy/Hope“ nicht umsonst gestorben. Dann gibt es echtes Happy End.
Wie wir jetzt erfahren haben, soll der Kadaver des Wals geborgen werden, um Untersuchungen anzustellen. Wir werden gespannt darauf warten, wie diese Nekropsie und Pathologie dann ausschauen. Schließlich ist die Verwesung des Wals schon sehr weit fortgeschritten. Schäden an den Organen durch zu langes liegen lassen dürften kaum mehr gesichert verifiziert werden können. Allein ein verschlucktes Netz oder gar Brüche der Flossen und der Wirbelsäule könnten gesichert festgestellt werden.
Wir möchten euch dringend bitten, von Beleidigungen und Drohungen gegen die Mannschaften der Schiffe abzusehen. Das hilft niemanden, am wenigsten dem Wal, der uns eine Mahnung sein sollte.
Eine Mahnung, wie wir mit dem Leben auf der Erde umgehen und mit unserer Erde selbst.
Zum Schluss empfehle ich euch noch ein absolut hörenswertes Video. Ein Interview von #whatheheck mit Herrn Stelzes aus Österreich, der den gesamten Fall sehr gut analysiert.
Und noch einige Quellnachweise, die belegen, dass ich euch nichts erzähle, was ich mir aus den Fingern gesogen habe.
Ich wünsche euch viel Freude beim Erfahren neuer Erkenntnisse.
https://www.youtube.com/watch?v=8cSqjjoSiSg&t=454s
https://www.pottwale.de/meer/drama-um-pottwal-population-vor-dominica/
schon älter:
https://www.stiftung-meeresschutz.org/themen/artenschutz/grauwale-wandern-weit/
https://www.fox13seattle.com/news/21st-wa-gray-whale-death?l
https://www.delphinschutz.org/delfine/selten-bedroht/southern-residents/
Anmerkung: auf die durch die Rederei und deren Anwälte erhoben Vorwürfe gegen unser Vorstandsmitglied Kirsten Tönnies gehe ich jetzt nicht ein. Das holen wir nach, sobald es einen Anlass dazu geben sollte.
Am Sonntag, 10.Mai 2026 wurde in der Katholischen Kirche in Bondorf bei Herrenberg in Mitwirkung von mensch fair tier e.V. der Tierschutzgottesdienst „Ich bin eine Taube“ veranstaltet.
Zusammen mit der federführend agierenden Pastoralreferentin Angela Achi haben unsere Vereinsmitglieder Petra Kletzander, Siegfried Egeler und Susanne Kirn-Egeler den Gottesdienst geplant und durchgeführt.
Die Idee zu diesem Gottesdienst entstand im Hintergrund einer breiten Diskussion um die Not und um das Füttern von den Tauben in der Kernstadt Herrenbergs (auch der Gäubote Herrenberg berichtete und veröffentlichte dazu Leserbriefe).
Mit Erlaubnis von Frau Achi dürfen wir an dieser Stelle aus ihrer Predigt zitieren:
Zunächst hob Frau Achi hob hervor, dass „ die Tauben in unserem Umfeld wenig Erfreuliches“ erleben, beispielweise werden sie „Ratten der Lüfte“ genannt…“
Dabei sind wir als Menschen an dieser Entwicklung selbst schuld, so Achi: „Ursprünglich gab es die Felsentauben, die Wildform der heutigen Tauben. Diese hat der Mensch sich domestiziert, um sie nutzen zu können. Man hat Tauben zu Brieftauben herangezüchtet, hat sie in Privathaushalten in Volieren gehalten als Nahrungsquelle und sogar das Gefieder wurde zu Dünger verarbeitet. … Sie vermehrten sich, bis es eben zu viele wurden.“
Frau Achi führte an, dass das Christentum allerdings die Taube doch auch ganz anders kennt: „Die Taube steht symbolisch für den Frieden. Die berühmte gezeichnete Taube von Picasso aus dem Jahr 1949 ist zum Friedenssymbol geworden, sogar zum Symbol für die Friedensbewegung. … Und ein weiteres Symbol der Taube finden wie in der Bibel: die Taube steht symbolisch für den Heiligen Geist. … Im Evangelium haben wir gehört, wie bei der Taufe Jesu im Jordan der Heilige Geist wie eine Taube auf ihn herabkommt und eine Stimme aus dem Himmel spricht: DU bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden..“
Wir Menschen verwenden die Taube als Symbol für die Liebe, so Ach, aber: „Wenn an Hochzeiten ein Pärchen weißer Tauben in die Luft gelassen wird, soll das die Liebe zwischen den Brautleuten symbolisieren. Leider wird dabei nicht bedacht, was aus den beiden Tieren wird, die es nicht gelernt haben, sich in freier Wildbahn zurechtzufinden, sich zu ernähren und zu schützen. In der Regel sterben die Tiere. … Dabei steht die Taube als Symbol für den Heiligen Geist doch gerade für Leben.“
Abschließender Apell von Pastoralreferentin Angela Achi: „Die Tauben haben wir uns domestiziert. Wir haben sie uns zu eigen gemacht, haben sie zum Symbol gemacht, haben sie als Nahrung und Nachrichtenüberbringer verwendet. Jetzt ist es an uns, sie zu bewahren. Sie in Städten und Gemeinden artgerecht zu füttern, artgerecht zu halten in einem Taubenschlag und in der Bevölkerung auf den Schutz des Tieres aufmerksam zu machen. So erhält auch die Taube nicht Bekämpfung, sondern Begleitung. Amen.“
Übrigens:
Während des Gottesdienstes wurde das eindrückliche, berührende Lied „Ich bin eine Taube“ der Liedermacherin NETTE – dankenswerterweise mit deren ausdrücklicher Erlaubnis – abgespielt. Liedermacherin NETTE https://youtube.com/watch?v=jn5k1Sy38hA&si=VSGUYGa254Jl1mO5
In einem kurzfristig angesetzten Meeting einiger Mitglieder und Kirsten Tönnies (Vorstandsmitglied/2. Vorsitzende) stellte sich Kirsten unseren Fragen. Viele Interviews und einen sehr umfangreichen Podcast gab es inzwischen schon. Unser Anliegen war es, nicht nur die teils tierschutzwidrigen Umstände des Wals an der Ostsee zu beleuchten, sondern auch eine Brücke zu bauen zu den Tieren, die sonst nur als Zahlen, aber nicht als Tierpersönlichkeit in Erscheinung treten, wie es beim Wal "Timmy" war.
Ganz besonders absurd wird es, wenn Experten zu Wort kommen, die einerseits Delphinarien für gut befinden, in dem Delfine ihr ganzes leben zubringen müssen, sich andererseits aber kritisch zu dem Transport mit der Barge auseinandergesetzt haben. Von unzulässiger Lärmbelastung wurde da gesprochen. Der Schiffsverkehr wurde dabei genauso ignoriert und außer Acht gelassen, wie die Tatsache, dass der Wal nur kurzfristig dem Transport ausgesetzt war. Es ging darum, sein Leben zu retten und ihn nicht dem sicheren Tod zu überlassen, der noch viele Wochen hätte dauern können.
Bis auf Robert Marc Lehmnann, hat nicht ein einziger Experte zugegeben, sich geirrt zu haben. Nur Fabian Ritter gab zu, dass diese "Strandungen" ungewöhnlich waren.
Dabei ist der Wal nicht gestrandet, sondern er saß auf Sandbänken fest. Die Ostsee ist teilweise sehr flach und hat nur ausgewiesene Fahrrinnen. Deshalb war die Idee RMLs, den Wal zu guiden (leiten/führen), auch die richtige.
Wir sind froh, dass der Wal eine Chance bekommen hat. Das war wichtig und so richtig.
Dieser Fall hat mal wieder gezeigt, dass wir uns auf solche Fälle einstellen müssen. Was nämlich gar nicht geht, ist, diese Tiere einfach sterben zu lassen. Das ist nicht nur ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Buckelwale sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen streng geschützt.
Brief an die Koalitionspartner für die baden-württembergische Landesregierung
mensch fair tier e.V. hat anlässlich der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 Fragen zum Thema Tierschutz an die kandidierenden Politiker:innen gestellt.
Das Ergebnis unserer Umfragen stellen wir euch hier vor.
Und wieder ein Kapitel aus der Märchen Saga: Landwirte und das Tierwohl:
⚖️ Urteil nach Kontrolle: 6.000 € Geldstrafe für Landwirt
Was Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes bei einer unangekündigten Kontrolle in Holtriem (Landkreis Wittmund) vorfanden, war erschütternd: Eine Kuh litt unter eitrigen Entzündungen, war abgemagert
und musste noch während der Prüfung eingeschläfert werden.
Das Amtsgericht Wittmund hat den Landwirt nun wegen quälerischer Tiermisshandlung zu einer Geldstrafe von knapp 6.000 Euro verurteilt. Obwohl der Mann angab, das Tier selbst mit Salben behandelt
zu haben, fehlte jede professionelle tierärztliche Hilfe – die Kuh litt laut Gutachten über drei Wochen lang unter massiven Schmerzen.
Besonders brisant: Der Betrieb war bereits 2022 und 2023 durch kranke Tiere bei Kontrollen negativ aufgefallen.
Die wichtigsten Stichworte zum Fall:
📍 Ort: Holtriem / Amtsgericht Wittmund
🐄 Vorfall: Schwer kranke, abgemagerte Kuh bei unangekündigter Kontrolle entdeckt.
👨⚖️ Urteil: 90 Tagessätze (ca. 6.000 €) wegen Tierquälerei.
🔍 Hintergrund: Veterinäramt Jade-Weser führte 2025 insgesamt 966 Kontrollen durch.
🚫 Konsequenz: Bei wiederholten Verstößen drohen – wie in einem ähnlichen Fall in Friesland – Tierhaltungsverbote und Bestandsauflösungen.
Tierschutz ist kein optionales Extra, sondern gesetzliche Pflicht!
Wie wahrscheinlich viele von euch mitbekommen haben, hat das BMEL auf seiner Webseite den Referentenentwurf zum neuen Tierschutzgesetz veröffentlicht.
Den Vereinen und Verbänden wurde Gelegenheit eingeräumt, sich bis zum 1. März 2024 dazu zu äußern.
Wir stellen euch hier den Vorschlag vor, den wir vorgelegt haben.
Unsere 1. Vorsitzende Petra Kletzander hat sich über einen Beitrag aus der Fassnachts-Sendung von Konstanz ziemlich aufgeregt.
Da zelebriert ein Bütten-Redner in der Rolle eines „Metzgers", die Lust am Fleischessen und wie beglückend es doch sei, das Schweinchen zu zerlegen.
Petra wurde deshalb in einem Presseartikel der Stuttgarter Nachrichten zitiert, und sie durfte ihrem Ärger „Luft" machen. Aber lest selbst!
Ein interessanter Termin zum Thema Tierversuche findet am 14. November 2023
von 20.00 Bis 22.00 Uhr am Campus Riedberg in Frankfurt am Main statt, online-Teilnahme ist möglich.
Am 04.11.23 trafen sich viele Vertreter des Tierschutznetzwerks Kräfte bündeln in Hannover. mensch fair tier e.V. war ebenfalls vor Ort.
Gemeinsam suchte man nach Wegen, Tierschutz mehr voran zu bringen. Man ist sich einig, dass gegen das Leiden der Tiere zu langsam und zu wenig getan wird. Viele Tierschützer fühlen sich
ohnmächtig und sind teils verwzeifelt oder wütend in Anbetracht der staatlich legaisierten Qualen, die Hunderte Millionen von Tieren täglich ununterbrochen erdulden müssen.
Ein Vorschlag lautet, dass man vielleicht das Leiden der empathischen Menschen mehr betonen müsste?
Foto: BMEL
Frau Kari ist die erste Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz. Sie wird einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Tierschutzes sowie zur Förderung des Austausches zwischen Bund, Ländern und Verbänden im Tierschutzbereich leisten.
Für uns als Bündnis Grund genug, das Gespräch mit Frau Kari zu suchen. Wir wollten zur Ernennung gratulieren und unsere Unterstützung bei den vielen Themen und Fragen zum Tierschutz anbieten. Daher hat es uns riesig gefreut, als wir die Zusage erhielten und Frau Kari bereit war mit uns zu reden.
In dieser Woche war es dann so weit. In einem mehr als zweistündigen Gespräch haben wir uns ausgetauscht zu verschiedenen Themen. Es ging u.a. um Tiertransporte in EU-Dritt-Staaten (exemplarisch Landkreis Aurich/Ostfriesland), Kälbertransporte, die Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT), sowie ein Kupier Verbot für z.B. Jagdhunde und Ferkel.
Da Frau Kari selbst Tierärztin ist, war ein Schwerpunkt des Gesprächs die problematische Rolle der Tierärzte als Systemschützer. Wir sehen hier speziell Punkte, bei denen angesetzt werden muss. Denn es ist so, dass eigentlich jegliche Form der Tierhaltung in Deutschland durch den „Flaschenhals“ der tierärztlichen Kontrolle muss. Auch die Besetzung der verschiedenen Gremien stellt einen wichtigen Aspekt dar, da es hier keine Parität gibt. Diesen Aspekt werden wir hoffentlich in folgenden Gesprächen betrachten können.
Unser Fazit: Der Tierschutz in Deutschland hat mit der Ernennung von Frau Kari eine wichtige und starke Stimme „ganz oben“ erhalten. So haben wir Frau Kari kennengelernt und wahrgenommen.
Wir freuen uns auf künftige Gespräche und werden gerne unterstützen, wo wir können. Das sind wir den Tieren schuldig!
Vortrag unserer stellv. Vorstandsvorsitzenden Dr. Kirsten Tönnies zur 9. Verleihung des Peter-Singer-Preises am 01.07.2023 in Berlin, Förderverein des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung e.V.
Nicht nur bei Tiertransporten in Drittstaaten versagen die Gesetze oder werden nicht beachtet, auch bei Millionen von Tierversuchen versagen die Regelungen oder werden bewusst umgangen. Und die Tiere sind für die Öffentlichkeit „unsichtbar“, da sie in Laboren vor sich hinvegetieren und am Ende ihrer „Aus“-Nutzung getötet werden.
„Wir lieben die Tiere, die aus der Dose leben ohne uns zu fragen,
welche Tiere dafür in die Dose kommen.“
Peter Josef Hinger
Wie wahrscheinlich viele von euch mitbekommen haben, hat das BMEL auf seiner Webseite den Referentenentwurf zum neuen Tierschutzgesetz veröffentlicht.
Den Vereinen und Verbänden wurde Gelegenheit eingeräumt, sich bis zum 1. März 2024 dazu zu äußern.
Wir stellen euch hier den Vorschlag vor, den wir vorgelegt haben.
