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Mahnwache in Vreden:  900 erstickte Schweine

Im Stall des MdB Röring erstickten im Januar 2019 900 Schweine aufgrund einer defekten Belüftungsanlage.

 

Wir erinnerten an den qualvollen Tod  und gedachten der 900 leidensfähigen Wesen mit einer Mahnwache am 23.02.2019 in Vreden.

 

Bevor wir mit einer (sarkastischen...) Kurzgeschichte berichten, möchten wir aber noch ausdrücken, dass wir mit dieser Mahnwache auch all den anderen Millionen von "Nutztieren" gedachten, die jedes Jahr unter unwürdigen und qualvollen Lebens- und Haltungsbedingungen in der industriellen Landwirtschaft alleine für unsere Nahrungszwecke und massenweise zum Export gezüchtet um getötet zu werden.

 

Es handelte sich um eine friedliche Mahnwache, aber es spielten sich skurrile Szenen ab (berichtet von Natscha Wenrich):

 

Wir waren von 170 Interessierten leider "nur" 25. Aber: Ich hätte nie gedacht, dass 25 Leutchen in der Lage sind, ein ganzes Dorf derart in Aufruhr zu versetzen. Von vorne: Vreden liegt im Münsterland. Idyllisch, dörflich und weitläufig. Dort leben überwiegend Landwirte. Und was in Vreden passiert, weiß innerhalb von 5 Minuten auch das nächstgelegene Dorf 10 km weiter und so weiter und so weiter. Der Flurfunk funktioniert ausgezeichnet.


Der Schweinehof des Sohnes von MdB Röring liegt unmittelbar an einer gut befahrenen Landstraße, und wir durften uns am Rande des Radweges aufstellen.

 

Auf dem Weg zu Fuß zum Hof hatte ich etwas Angst um Sylvia, die sich beladen mit zig Ballons gen Himmel verabschieden könnte...

 

Wir hatten noch nicht alle unsere Positionen eingenommen, als der erste Autofahrer im Affenzahn mit seiner aufgemotzten BMW-Penisverlängerung an uns vorbeifahren "wollte". Wollte deswegen, weil es aufgrund von Koordinationsschwierigkeiten (gleichzeitiges wildes Scheibenwischer-Wedeln, Hupen, Tempo halten und zu uns rüberschauen) fast zu einem Beinahe-Unfall mit einem Begrenzungspfosten gekommen wäre, und sich das Fahrzeug in Rtg. Grünstreifen verabschiedete. Der Pfosten (nicht der am Wegesrand!) bekam so grade noch die Kurve und rauschte davon. Der sehr freundliche Polizeibeamte konnte es nicht fassen, schrie noch "Hallooooo, geht's noch"?!? hinterher und schüttelte entgeistert den Kopf.

 

Auch wenn der Anlass ein sehr trauriger war, gab es ein paar Situationskomiken.


Es folgte ein über 80-jähriger Fahrradfahrer, der uns unterstellte, "er glaube nicht, dass wir alle kein Fleisch äßen, und wieso Schweine ein Kreuz verdient hätten". Da konnte ich nur den Kopf schütteln... und biss mir fest auf die Zunge.


Viele Autofahrer winkten uns zu, oder ihnen war es sehr warm im Auto und sie wedelten sich Luft im Auto zu ( Scheibenwischer-Geste), fuhren Schrittge-schwindigkeit, fotografierten uns fahrenderweise mit ihren Handys aus dem Fahrzeug heraus, manche hielten sogar fast an. Wir dachten, jippie, jemand bringt uns endlich Kaffee und Kuchen... und all' das auf einer Landstraße!

 

Hätten die Polizisten eine Kontrollstelle dort aufgebaut: Sie hätten den TED ihres Lebens gemacht! Ein Autofahrer begrüßte uns mit fröhlichem Gehupe, voll hochgezogenem Motor und gleichzeitigem Ausstoß schwarzer dicker Rauchfäden aus seinem defektem Auspuff. Ein anderer, mit Penisflitzer, hatte sogar 'ne Kirmeshupe. Voll krass, die Vredener!


Manche waren von uns derart angetan, dass sie gleich drei oder viermal an uns vorbeifuhren, und wir dachten: sooo, JETZT kommt aber endlich der Kuchen...


Extrem aufmerksam sind sie auch, die Vredener. Plötzlich tauchten gegenüber aus der Straße drei Männer auf und fingen an, uns zu fotografieren. Ok. Von mir aus. Sollense doch... was mich etwas in innerliche Kampfstellung gleiten ließ: einer von den Dreien hatte offensichtlich extra wegen uns seine Arbeit unterbrochen und trug seine Mistgabel majästetisch wie einen Zauberstab mit sich. Ich hatte für einen kurzen Moment Angst um unsere Luftballons, die er mit seiner Gabel rücksichtslos und brutal abmurksen könnte.

 

Nicht weit von diesem Hof entfernt liegt Luftlinie 50 m ein weiterer Hof der Familie Röring. Man, die leben wirklich alle sehr erbärmlich und verarmt dort, diese Landwirte. Mitleid stieg in mir auf, als ich diesen "noblen" Klotz von Bauwerk vor mir sah. Ich dachte an die Subventionen von Frau Klöckner, im letzten Sommer nach der Dürre, und bin mir sicher, dass diese wirklich da gelandet sind, wo sie am dringendsten benötigt wurden...

 

Zu guter Letzt bleibt zu erwähnen: wir hatten eine wirklich tolle Polizeistreife, besetzt mit zwei sehr freundlichen und sympathischen Polizisten. Das Gruppen-foto zum Schluss hat einer der beiden geschossen. Der Kooperationspartner der Polizei vor Ort gab Isabel vorab an, es habe im Vorfeld überwiegend positive Resonanzen auf die Ankündigung der Mahnwache gegeben.


Die beschriebenen Situationen vor Ort sind den Menschen geschuldet, die sich in diesem Teufelsrad aufgrund ihres Berufes in einem System bewegen, welches ganz dringend eine Wende benötigt. Sie spüren es möglicherweise auch, dass es so nicht weitergehen kann, und statt ihren Protest an diejenige zu richten
(Fr. Klöckner) die verantwortlich ist, ist es vielleicht einfach nur leichter, Tierschützer als Spinner abzutun.

 

Zum Schluss einen riesigen Dank an Isabel Dalk!!! Ohne Deine Unterstützung, Anmeldung der MW vor Ort und mit vielen Menschen aus Deinem Umfeld im Schlepptau, wäre diese MW kaum machbar gewesen. Schon alleine deswegen, weil Sylvia Roggen und ich wahrscheinlich sonst alleine dort gestanden hätten :-/.

 

Schön, Dich und alle anderen kennengelernt zu haben! ❤

 

Vielen Dank an ALLE, die heute dort waren und sehr deutlich zeigten, dass auch 900 erstickte Schweine Aufmerksamkeit verdient haben, im Hinblick auf ihr tristloses Dasein, angefangen von Beginn ihrer Geburt, über ihre Aufzucht und letztlich ihr nun qualvolles Verenden, bevor man sie im Schlachthof grausig getötet hätte. Über 60 Millionen Schweine erleiden in DE das selbe Schicksal. Ob sie im eigenen Hof ersticken oder in der Gasgondel jämmerlich zu Grunde gehen und verrecken. Ja, es ist ein elendiges Verrecken! Und ein großes Verbrechen, welches wir diesen intelligenten und leidensfähigen, tollen Wesen für unsere Gier nach Fleisch antun.


Europaweite Petition. Bitte unterschreiben auch Sie:

 

 

Mehr als 300 Millionen Tiere in der europäischen Landwirtschaft leiden in Käfigen. Gemeinsamen haben wir jetzt die Möglichkeit, mit der Europäischen Bürgerinitiative „Käfighaltung beenden“ ihr Leiden zu beenden.

 

Wir benötigen 1 Million gültige Unterschriften, um die Europäische Kommission aufzufordern, diese unwürdige Behandlung von landwirtschaftlich gehaltenen Tieren zu beenden.

 

UNTERSCHREIBEN SIE JETZT, um die Käfighaltung in der gesamten EU zu verbieten und die Tiere aus den Käfigen zu befreien!

 

(Klick auf das Foto, und Sie kommen zu der Online-Petition)


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Februar 2019
MP, LWM, Landräte öffentlich.pdf
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Brief an ALLE Landräte, Landwirtschaftsminis-terien, Ministerpräsidenten und Frau Klöckner


Veterinäre in Bayern verweigern Genehmigung für Tiertransporte in Drittländer!

 

Wir reagieren mit einem offenen Brief an ALLE Landräte*innen, Landwirt-schaftsminister*innen, Ministerpräsidenten*innen aller Bundesländer und Frau Klöckner, diesem Handeln zu folgen.



Brief an Renate Künast


Unser Schreiben an Renate Künast, bzgl. eines Normenkontrollverfahrens für die betäubungslose Ferkel-kastration.

 

Februar 2019



Thekla Walker (Grüne), Petra Kletzander, Angela Dinter (PROVIEH)

Tierschutzpolitischer Austausch in Stuttgart


30. Januar 2019


Wir haben mit Claudia Franke, Conny Mertz-Bogen, Annette und Helen Kremslehner  &  Petra Kletzander teilgenommen.


 

Es war insgesamt ein gut besuchtes Gespräch, viele Tierschutzorgas vertreten.

 

Themen waren unter anderem: die Tierversuche an Laboren und Hochschulen, die unsägliche Fristverlängerung der Ferkelkastration (und eine Normenkontroll-klage dagegen) und die Wolfsproblematik.

 

Wir brachten uns mit dem „offenen Brief" von Dr. Pfisterer, Vorstand der im öffentlichen Dienst beschäftigten Amtstierärzten in Baden-Württemberg, ein. Er forderte vom grünen Ministerpräsidenten Kretschmann mindestens 200 neue Stellen (alleine bei den Vet.-Stellen nur für Kontrollen in Betrieben, Schlachthöfen, Transportern etc.) Einer geforderten Kontrollpflicht könnten seine Kollegen bereits jetzt nicht mehr gerecht werden. Alle 19,3 Jahre werden Betriebe in Ba-Wü im Schnitt kontrolliert. Es gibt Betriebe da war noch gar nie eine Kontrolle durch Amtsveterinäre.

 

Im persönlichen Gespräch schlugen wir Frau Walker vor, beim nächsten Tierschutz Politischen Austausch, den Landwirtschaftsminister Peter Hauk mit einzuladen. Sie lächelte süffisant und sagte wörtlich: „Gute Idee - ich kann es ja mal versuchen..."

 

Unser Fazit: Alles in allem hätte mehr dabei herauskommen können, aber es war ein sehr fachkundiges Publikum und eine sachliche Diskussion. Und ein Austausch von Meinungen ist immer besser als gar kein Austausch mit Bürger.


DOMINION in Mönchengladbach


19. Januar 2019 - 15 Uhr


 "Wer etwas bewegen will, muss sich selbst bewegen."

 

Unter diesem Motto haben wir uns überlegt, was jeder unmittelbar tun kann. Direkt und vor Ort. Es ist sinnig, mit Veränderungen vor der eigenen Tür zu beginnen...

 

So wird Natascha Wenrich in ihrem Heimatort in Mönchengladbach die Menschen für unsere Themen ansprechen und hoffentlich erreichen.



DEMO in Berlin & Tübingen


19. Januar 2019


"Wir haben es satt"

 

Kundgebung gegen Agrarindustrie und für gutes Essen.

 

Wir waren dabei!



Offener Brief

Unser Schreiben an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vom 07.01.2019



sogar der Gäubote berichtet am 28.12.:

Mahnwachen in Herrenberg und Mönchengladbach


25.12.2018 10-16 h


Auf dem Marktplatz von Herrenberg und Mönchengladbach-Rheydt haben wir unseren gequälten und getöteten "Nutztieren" gedacht.

 

Eindrücke von Natascha:

 

Die heutige Mahnwache begann überraschend kalt. Wie gut, dass ich Gesellschaft von einer lieben Freundin erhielt. Es war erwartungsgemäß ruhig am heutigen ersten Weihnachtstag.

 

Als gegen kurz vor 12 Uhr die Messe zu Ende war, hatten wir allerdings die Gelegenheit, einigen Kirchenbesuchern unser ganz besonderes Weihnachtsgedicht auszuhändigen. Die Menschen sind friedlich und offen an Weihnachten.  Eigenartig, alle haben sich über unser Weihnachtsgedicht gefreut. Die Menschen freuen sich auch über Kleinigkeiten.

 

Zwischendurch mussten wir uns im Cafe gegenüber der Kirche einfach mal aufwärmen. Während dieser Zeit konnten wir interessantes beobachten: die Menschen, die an unserer "Mahnwache" vorbei liefen, blieben stehen und schauten sich das Ganze an. Ich nehme an, so ergeht es den Menschen auch beim Aktivismus. Sie wollen nicht sofort angesprochen und zugetextet werden, sondern sich zunächst selbst ein Bild machen, das Visuelle auf sich wirken lassen.

 


1.000-Kühe-Stall in Ostrach

darf gebaut werden!


Massentierhaltung in schlimmster Form:

Der 1.000-Kühe-Stall in Ostrach darf gebaut werden. Die Petition mit 34.000 Unterschriften (!) wurde negativ beschieden!

Die letzte Möglichkeit das noch zu stoppen, ist der Gang vors Gericht. Der BUND Pfullendorf wird anwaltlich vorgehen, allerdings erst, wenn die sogenannte BImSchV-Genehmigung vorliegt und vermutlich ausschließlich gegen diese.
Die Hoffnung, eine einstweilige Verfügung gegen den Baubeginn. Das kostet Geld, welches hauptsächlich durch Spenden reinkommen muss.

Wer spenden möchte kann sich an den BUND Pfullendorf wenden.

(klick auf den Button links)



 

Studie aus 12/18: Enthornen führt zu chronischen Schmerzen bei Kälbern.


 

Bitte unterzeichnen: Petition an EUROPEAN COMMISSION "Europaweite Videoüber-wachung an Schlachthöfen und Dokumentation"

 

Können Sie sich eine OP bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung vorstellen? Ein Albtraum? Aber grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa! Lt. EU-Kommission erleben bis zu 75 % der Tiere bei vollem Bewusstsein ein sehr qualvolles Ende.

 


Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 25.11.2018

 

Verlesen auf der Demo in Berlin und übergeben an die dpa, Berlin sowie alle Beteiligten des Runden Tisches vom 27.11.2018 zum Thema betäubungsloser Ferkelkastration.



Demo in Berlin 25.11.2018

Gegen betäubungslose Ferkelkastration.

 

Bericht von  Daniela folgft.

                                     Fotos von Patrick Albertini


Offener Brief an Frau Klöckner und den Agrarausschuss

Download
Brief TT 11 2018.pdf
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Nach der Ausstrahlung der neuen Dokumentation von Manfred Karremann bei Frontal 21 im ZDF, die eindeutige Verstöße gegen das Dt. Tierschutzgesetz und andere grausame Fakten gezeigt hat, haben wir uns entschlossen, (wieder) einen offenen Brief an die Verantwortlichen zu senden.



Kleinanzeigenkampagne

Um die Menschen über Zahlen, Daten und Fakten der Massentierhaltung zu informieren, schalten wir im September, Oktober und November 2018 jeden 2. Samstag private Kleinanzeigen (in den Rubriken Tiermarkt, Gesundheit, Dies & Das) in folgenden Tageszeitungen:

 

  • Badische Zeitung
  • Die Rheinpfalz
  • Freie Presse (Sachsen)
  • Lippe aktuell
  • Mainzer Allgemeine
  • Oberbadische
  • Schaumburger Wochenblatt
  • Schwarzwälder Bote
  • Wunstorfer Stadtanzeiger

 

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung sowie der Münchner Merkur haben eine Veröffentlichung unserer Anzeigen abgelehnt!



Zeitungsartikel

... über Petra Kletzander und

mensch fair tier im GÄUBOTEN vom 05.10.2018



Interview

... mit Simone Forgé in der BADISCHEN ZEITUNG vom 04.10.2018 über Massentierhaltung und

mensch fair tier.



Download
Pressemitteilung vom 16.09.2018
Unsere Petition für ein Verbot von Nutztiertransporten in EU-Länder und Drittstaaten wurde an die Petitionsausschüsse übergeben.
Pressemitteilung Petition.pdf
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Zeitungsartikel

... über Tiertransporte, Petra Kletzander und mensch fair tier in der HEILBRONNER STIMME vom 15.09.2018

Download
Artikel Heilbronner Stimme 09 18.pdf
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Zeitungsartikel

... über Natascha Wenrich und unsere Petition gegen Nutztiertransporte in der Rheinischen Post vom 06.09.2018



Fernsehbeitrag

... Natascha Wenrich über Tiertransporte im Stadtfernsehen CITYVISION am 21.07.2018



Interview

... mit Natascha Wenrich über Tiertransporte und unsere Petition für ein Verbot im Radio 90,1 vom 23.07.2018



"EDEKA Montagsknüller": wir decken auf und zeigen an!

 

Wir entdecken ethisch sehr bedenkliches Aktionsangebot bei EDEKA: Hähnchenfleisch für 15 cent / 100 gr. mit Tierwohl Logo

 

gekennzeichnet! Nach unserer Beschwerde an Fa. EDEKA und Zweifel an dem Angebot, kam die Entschuldigung von EDEKA, dass es sich um

 

einen Ausrutscher handelte. Das posteten wir auf FB, was eine große Empörungswelle zur Folge hatte. FOCUS-online, DER WESTEN, topagrar-online,

 

TZ, Münchner Merkur und Stern berichteten darüber.

 

Außerdem haben wir am 09.07.18 Strafanzeige gegen Edeka und die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung  beim PP Dortmund gestellt. Das Verfahren wurde im Dezember eingestellt.



 

„Wir lieben die Tiere, die aus der Dose leben ohne uns zu fragen,

welche Tiere dafür in die Dose kommen.“

Peter Josef Hinger